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Es gibt Lebensmittel, die mehr sind als nur eine Speise. Sie erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen und verbinden Generationen. Der Kärntner Reindling gehört zweifellos dazu. Kaum ein anderes Gebäck steht so sehr für Kärnten wie der goldbraun gebackene Germteig mit seiner süßen Füllung aus Zucker, Zimt und Rosinen.
Am Bio Gondlhof in Mühldorf wird diese Tradition bis heute gepflegt. Daniela und Hannes Willer backen ihren Kärntner Reindling nicht als Massenware, sondern als echtes Stück bäuerlicher Handwerkskunst. Vom eigenen Getreide bis zum fertigen Gebäck bleibt vieles in einer Hand. Genau das verleiht dem Reindling seinen besonderen Charakter.
Der Gondlhof liegt dort, wo die fruchtbaren Böden des Lurnfelds auf die alpine Bergwelt Kärntens treffen. Roggen und Weizen gedeihen hier unter besten Bedingungen. Das Getreide wird direkt am Hof gemahlen und bildet die Grundlage für viele Backwaren, die in der hofeigenen Backstube entstehen. Neben Brot, Weckerln und süßen Mehlspeisen gehört der Kärntner Reindling zu den besonderen Spezialitäten des Hauses.
Wer einen Reindling backen möchte, braucht vor allem eines: Zeit. Der Germteig muss in Ruhe aufgehen, damit er seine lockere Struktur entwickeln kann. Erst dann wird er dünn ausgerollt und mit einer Mischung aus Zucker, Zimt und Rosinen belegt. Anschließend wird der Teig sorgfältig eingerollt und traditionell in einer runden Form gebacken, der sogenannten Rein. Genau von dieser Backform leitet sich auch der Name des Kärntner Reindlings ab.
Am Gondlhof wird dabei bewusst auf handwerkliche Herstellung gesetzt. Jeder Reindling wird einzeln zubereitet und mit viel Erfahrung verarbeitet. Kleine Unterschiede gehören dazu und machen jedes Stück zu einem Unikat. Denn echtes Handwerk bedeutet nicht, dass jedes Gebäck vollkommen identisch aussieht. Es bedeutet vielmehr, dass Menschen mit Gefühl und Erfahrung arbeiten.
Der Kärntner Reindling ist seit jeher eng mit Festtagen verbunden. Ob zu Ostern, bei Familienfeiern oder einfach zum Nachmittagskaffee, er gehört für viele Kärntnerinnen und Kärntner zu den schönsten Kindheitserinnerungen. Der Duft von frischem Germteig und Zimt erfüllt das Haus und kündigt an, dass etwas Besonderes im Ofen ist.
Gerade diese Verbindung von Tradition und Gemeinschaft macht den Reindling so wertvoll. Er wird selten alleine gegessen. Meist sitzt man gemeinsam am Tisch, schneidet dicke Scheiben ab und genießt sie mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Milch. Manchmal wird er sogar mit etwas Butter bestrichen. Viel braucht es nicht, denn ein guter Reindling überzeugt durch seinen eigenen Geschmack.
Daniela Willer verbindet mit dem Reindling aber nicht nur Tradition, sondern auch den Gedanken der Wertschätzung. Wer das eigene Getreide anbaut, mahlt und schließlich zu Gebäck verarbeitet, entwickelt einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln. Man kennt den Ursprung, den Aufwand und die Arbeit, die dahinterstecken. Genau das spürt man später auch beim Genießen.
Der Kärntner Reindling vom Bio Gondlhof steht deshalb für mehr als nur eine süße Mehlspeise. Er ist Ausdruck einer Landwirtschaft, die Vielfalt lebt und regionale Kreisläufe pflegt. Er erzählt von fruchtbaren Böden, von sorgfältiger Handarbeit und von einer Familie, die ihren Hof mit Überzeugung biologisch bewirtschaftet.
Vielleicht ist genau das das Geheimnis seines Geschmacks. Nicht nur die guten Zutaten oder das handwerkliche Können, sondern die Menschen dahinter. Daniela und Hannes Willer backen ihren Reindling so, wie es seit Generationen in Kärnten gepflegt wird. Mit Zeit, Hingabe und der Überzeugung, dass gute Lebensmittel dort entstehen, wo Natur, Handwerk und Leidenschaft zusammenfinden.
Wer den Kärntner Reindling vom Bio Gondlhof genießt, bekommt deshalb weit mehr als ein Stück Gebäck. Man kostet ein Stück Kärnten. Einen Augenblick, der entschleunigt und daran erinnert, dass die schönsten Dinge oft ganz einfach sind.
| Gewicht | n. a. |
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| Größe | n. a. |
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