Hintere Schweinehaxe (Stelze), ca. 1,7 kg, vom Strohschwein vom Fuße der Lienzer Dolomiten

  • Herkunft: Gasslerhof von Michael Fasching in Osttirol
  • Bestellschluss: Freitag, 27. Februar 2026
  • Vom Osttiroler Strohschwein
  • Hoher Kollagenanteil = ideal für langsames Garen
  • Entwickelt beim Schmoren intensive, tiefgründige Aromen
  • Perfekte Kerntemperatur: 88–92 °C für zartes, saftiges Fleisch
  • Für knusprige Kruste: zum Schluss 220–240 °C oder Grillfunktion
  • Klassisch mit Sauerkraut & Knödeln, modern auch zerzupft oder glasiert
  • Paradebeispiel für traditionelle, handwerkliche Küche mit Substanz
  • Stressfreie Hofschlachtung
  • Frischeversiegelt
  • Über- oder unterschreitet das Gewicht 10% des angegebenen Gewichtes, erfolgt eine Gutschrift (Rücküberweisung) oder eine Rechnungsstellung

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Hintere Schweinehaxe = Kraft, Struktur und knusprige Perfektion

Die hintere Schweinehaxe ist ein echtes Kraftpaket. Sie stammt aus dem unteren Bereich der Hinterkeule. Genauer gesagt vom Unterschenkel zwischen Kniegelenk und Fuß. Im Englischen spricht man vom pork knuckle oder pork hock. Anatomisch ist sie stärker ausgeprägt und fleischreicher als die vordere Haxe. Wer auf ehrliche, handwerkliche Küche setzt, kommt an diesem Stück nicht vorbei.

Herkunft und Struktur

Die hintere Haxe ist ein stark beanspruchter Muskelbereich. Das Tier bewegt sich damit täglich und entsprechend hoch ist der Anteil an Bindegewebe und Kollagen. Genau das ist kein Nachteil, sondern ihr größtes Potenzial. Roh wirkt die Haxe kompakt, von einer dicken Schwarte umgeben, durchzogen von Muskelfasern und Sehnen. Unter der Haut liegt eine gleichmäßige Fettschicht. Diese Kombination – Muskelfleisch, Fett und Kollagen – macht sie zum idealen Kandidaten für langsames Garen.

Der Unterschied zur vorderen Haxe?
Mehr Fleisch, größere Struktur, intensiverer Geschmack – dafür etwas längere Garzeit.

Zubereitung: Von zart geschmort bis krachend knusprig

Die hintere Schweinehaxe ist kein Kurzbratstück. Sie verlangt Strategie. Wer Temperatur und Zeit beherrscht, wird mit maximaler Textur und Aroma belohnt.

1. Klassisch im Ofen gebraten (mit Kruste)
Das Ziel: innen saftig und weich, außen eine aufgepopte, krachende Schwarte.

Vorbereitung:
– Schwarte rautenförmig einschneiden (nicht ins Fleisch schneiden).
– Kräftig salzen – Salz zieht Feuchtigkeit aus der Haut.
– Optional: Kümmel, Knoblauch, Majoran.

Garprozess:
– Bei 160 °C mit etwas Flüssigkeit (Suppe oder Bier) 2 bis 2,5 Stunden vorgaren.
– Kerntemperatur auf ca. 85–90 °C bringen = hier beginnt das Kollagen weich zu werden.
– Für die Kruste Temperatur auf 220–240 °C erhöhen oder Grillfunktion zuschalten.

Entscheidend: Die Haut muss trocken sein, sonst wird sie nicht knusprig.
Profis tupfen sie vor dem Hochziehen der Hitze nochmals ab oder lassen sie kurz offen nachtrocknen.

2. Langsam geschmort
Wer maximale Zartheit will, wählt das Schmoren.

– Haxe kräftig anbraten.
– Mit Wurzelgemüse, Zwiebeln und dunklem Fond ansetzen.
– Bei 150–160 °C etwa 2,5–3 Stunden im Ofen garen.

Das Ergebnis: Fleisch, das sich vom Knochen löst, mit einer intensiven, reduzierten Sauce.
Hier liegt die Zielkerntemperatur ebenfalls im Bereich von 88–92 °C. In diesem Fenster wandelt sich das Kollagen optimal in Gelatine um.

3. Sous-vide + Kruste (Präzisionsmethode)
Für maximale Kontrolle:

– 24 Stunden bei 72 °C im Vakuum garen.
– Anschließend trocken tupfen.
– Bei sehr hoher Hitze oder mit dem Beefer die Schwarte aufknuspern.

Das Resultat ist eine gleichmäßige Zartheit im Kern und perfekt kontrollierte Textur.

Was macht die hintere Haxe geschmacklich besonders?

Stark beanspruchte Muskulatur entwickelt mehr Aromastoffe. Dazu kommt das Knochenmark im Röhrenknochen, ein natürlicher Geschmacksträger. Während des Garens verbinden sich Fett, Gelatine und Fleischsaft zu einer tiefen, fast samtigen Struktur. Das ist keine leichte Küche. Das ist Substanz.

Klassische Begleiter

Als Beilagen eignen sich hervorragend Sauerkraut, Semmelknödel, Kartoffelknödel, dunkle Biersauce, Senf & frischer Kren.
Doch auch modern interpretiert funktioniert sie: zerzupft als Pulled Pork-Variante, in Bao Buns oder mit asiatischer Glasur.

Zusammenfassung

Die hintere Schweinehaxe ist ein Stück mit Charakter. Kräftig, strukturreich, voller Kollagen und Potenzial. Sie verlangt Zeit und Temperaturkontrolle. Belohnt aber mit einer Kombination aus butterzartem Fleisch und spektakulär knuspriger Schwarte.
Wer sie richtig zubereitet, serviert kein einfaches Gericht, sondern ein Statement: Handwerk, Geduld und maximaler Geschmack.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 2,0 kg
Größe 35 × 25 × 20 cm